Die Milchmädchenrechnung wird zum ersten Mal in der Fabel vom Milchmädchen Perette erwähnt, das im 17. Jahrhundert lebte und Bauernmagd war. Eines morgens ging sie vom heimischen Hof in die nahe Stadt, um einen Topf Milch auf dem Markt zu verkaufen. Dabei kam sie ins Träumen: Was man alles mit dem Erlös kaufen könnte! Wofür man ihn wiederum ausgeben könnte! Wie das Geld dabei immer mehr würde! Am Ende könnte man sogar eine ganze Kuh kaufen! Leider geriet sie vor Freude über ihre Pläne ins Stolpern und verschüttete die Milch - das Ende ihrer Investitionstheorie.
Der Begriff bedeutete ursprünglich also keine kreative Kalkulation, sondern das jähe Ende eines Plans, verursacht durch ein Missgeschick.
|